SPD Pieschen gegen Sonntagsöffnung

Veröffentlicht am 07.08.2010 in Kommunales

Die Pieschener SPD sammelte am vergangenen Freitag, am 6. August 2010 am Elbcenter Unterschriften für den Erhalt des einkaufsfreien Sonntags in Dresden.
Eine Stadtratsentscheidung im vergangenen Jahr erlaubt keine Einkaufssonntage in Dresden. Das wollen CDU, FDP und Bürgerfraktion durch eine erneute Abstimmung im Rat kippen, um vier verkaufsoffene Sonntage – zwei davon im Advent – zu ermöglichen.

Gewerkschaften, Kirchen und viele engagierte Bürger machen auf das hohe Gut des freien Sonntags aufmerksam und kritisieren den Vorstoß.
„Wir wollen den Sonntag als Tag der Familie, der Ruhe und der geistigen Entspannung. Dem ständigen Konsumdenken muss Einhalt geboten werden. Es gibt eine Grenze und diese ist nun endgültig erreicht!“, so Richard Kaniewski, Mitglied der SPD- Stadtratsfraktion. „Es kann doch nicht sein, dass Einkaufen unser ganzes Leben bestimmt. Wer für die Sonntagsöffnung stimmt, entscheidet sich klar gegen die Kinder, die Familien und abhängig Beschäftigten dieser Stadt.
„Wir sammeln bewusst am Elbcenter, denn verkaufsoffene Sonntag gefährden die kleinen inhabergeführten Läden, die unsere Stadtteilzentren lebendig machen“, so Richard Kaniewski. Die Oschatzer Straße, Bürgerstraße und Leipziger Straße mit seiner Vielzahl kleiner Läden macht Pieschen zu einem attraktiven Wohn- und Geschäftsviertel für jedermann. Das würde in den Augen der Sozialdemokraten durch den Sonntagsverkauf gefährdet.
„Der Sonntagseinkauf bringt keinen neuen Arbeitsplatz – er verzerrt den Wettbewerb zugunsten der großen Ketten in Innenstadt und Elbepark und belastet die kleinen, individuellen Läden. Wer die Verödung der Stadtteile verhindern will, kann nicht für den Sonntagseinkauf sein.“

 

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