Sichere Fußgängerquerung am am S-Bahnhof Pieschen: SPD-Stadtrat Engel kritisiert erneute Verzögerung

Veröffentlicht am 23.02.2023 in Kommunales

Die Schaffung einer sicheren Fußgängerquerung am S-Bahnhof Pieschen droht zur ewigen Geschichte zu werden. Schon 2017 hatten Bürgerinnen und Bürger in einer Petition die unsichere Querungssituation kritisiert. Auf der unübersichtlichen Straße am S-Bahn-Haltepunkt fahren über 9.000 Autos täglich, jede Stunde halten hier 20 Busse. Mehrfach hatte auch der Stadtbezirksbeirat die Stadtverwaltung aufgefordert, an dieser Stelle tätig zu werden. So wurde der Standort 2018 als möglicher Ort für Zebrastreifen vorgeschlagen, 2020 bekräftigte der Stadtbezirksbeirat dieses Votum erneut.

Der Pieschener SPD-Stadtrat Stefan Engel hat in den letzten Jahren mehrfach bei der Verwaltung Druck gemacht. So verkündete die Verwaltung in einer Anfrageantwort im Juli 2020, dass die beiden vorgesehenen Fußgängermittelinseln „im zweiten/dritten Quartal 2022“ gebaut werden sollen. Doch schon im November 2021 musste die Verwaltung zurückrudern und den Termin auf 2023 verschieben. Doch auch dabei blieb es nicht: Wie Oberbürgermeister Dirk Hilbert vor wenigen Tagen auf Anfrage von Stadtrat Stefan Engel mitteilte, sei nun eine Realisierung „ab dem Jahr 2024“ vorgesehen. Der Geschäftsbereich von Grünen-Baubürgermeister Stephan Kühn verweist dabei auf „Baumaßnahmen im näheren Umfeld mit einer höheren Priorisierung“ sowie den „derzeitigen Planungsstand“.

Dazu erklärt Stefan Engel, SPD-Stadtrat für Pieschen und verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion:

Der S-Bahnhof Pieschen ist verkehrliches Nadelöhr. Hier begegnen sich ganz unterschiedliche Verkehrsträger und es kommt immer wieder zu Konflikten. Für den Schülerverkehr ist die aktuelle Situation alles andere als sicher. Wir brauchen hier keine weiteren Ankündigungen, sondern sichtbare Resultate. Alle bisherigen Bautermine erwiesen sich als Schall und Rauch. Ich erwarte von Grünen-Baubürgermeister Kühn deutlich mehr Tempo. Es ist nicht vermittelbar, dass so einfache Maßnahmen viele Jahre in Anspruch nehmen. Damit werden auch klare Beschlüsse des Stadtbezirksbeirats ignoriert. Wie soll die Bevölkerung eigentlich bei deutlich größeren Verkehrsvorhaben Vertrauen in die Verwaltung haben, wenn man schon im Kleinen scheitert? Wenn sich in der Verwaltung strukturell nichts ändert, bleiben alle Reden von der Verkehrswende folgenlos.

 

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