Wie kommt Pieschen über die Elbe? - SPD-Fraktion legt abgestuften Plan für Elbquerung vor

Veröffentlicht am 06.12.2022 in Kommunales

Viele Ideen, Standorte und sogar unterschiedliche Verkehrsmittel wurden bei einer möglichen Elbquerung zwischen Pieschen und dem Ostragehege schon genannt. Nachdem dem Stadtrat schon 2021 eine Grundlagenuntersuchung mit vielen unterschiedlichen Varianten vorgelegt wurde, bereicherten vor einigen Monaten die Ergebnisse eines studentischen Wettbewerbs der TU Dresden den Reigen an Vorschlägen nochmals. Parallel schreitet die Entwicklung des Ostrageheges immer weiter voran. Im Sommer verkündete das Unternehmen Vodafone z.B. die Schaffung eines Entwicklungszentrums mit 200 Beschäftigten im Umfeld der Messe.

Die SPD-Fraktion im Dresdner Stadtrat hat in einem neuen Antrag nun einen abgestuften Plan für eine Elbquerung vorgelegt. Damit soll prioritär die Wiederinbetriebnahme der Fähre am Pieschener Winkel vorangetrieben werden. Entsprechende Prüfungen hatte der Stadtrat schon 2016 auf Antrag der SPD beschlossen. Bei der Diskussion über die langfristige Realisierung einer Brücke soll eine erste Standort-Vorauswahl beschlossen werden. Städtebaulich problematische Standorte, die zum Teil Gebäudeabrisse zur Folge hätten, sollen verworfen werden. Bei den zwei verbleibenden Standorten – einer mit Straßenbahn, einer ohne Straßenbahn – soll zumindest eine Sicherung entsprechender Flächen erfolgen.

Dazu erklärt Stefan Engel, Sprecher für Stadtentwicklung und Verkehr der SPD-Fraktion und SPD-Stadtrat für Pieschen:

„Wir brauchen bei der Elbquerung zwischen Pieschen und dem Ostragehege endlich einen klaren Plan. Eine Fähre am Ballhaus Watzke ist kein Hexenwerk und existierte etwa 200 Jahre bis 1996. Mit der Vorplanungsstudie und der naturschutzfachlichen Prüfung wurden hier auch schon umfangreiche Vorarbeiten geleistet. Wir erwarten von der Stadtverwaltung Rückenwind für die Reaktivierung. Oberbürgermeister Dirk Hilbert hatte im Wahlkampf schließlich eine Fähre in Pieschen versprochen. Bei der weiteren Entwicklung des Ostrageheges können wir nicht warten, bis alle Fragen zu möglichen Brückenstandorten beantwortet sind. Die Schaffung von Brücken ist in Dresden schließlich eine echte Langfristaufgabe. Es ist aber natürlich vernünftig, entsprechende Flächen langfristig zu sichern und ganz grundlegende Fragen zu klären. Daher schlagen wir vor, das Wirrwarr an denkbaren Standorten zu reduzieren. Mit der städtischen Grundlagenuntersuchung für eine Umweltbrücke und dem studentischen Wettbewerb der TU Dresden für eine Fuß- und Radwegbrücke liegen ja jetzt sehr viele Ideen auf dem Tisch. Klar ist für uns: Gebäudeabrisse auf Pieschener Seite sind ein Ausschlusskriterium. Es stellen sich zudem sehr viele umweltrechtliche Fragen, die sorgfältig geklärt werden müssen.“

 

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