Dresdner Stadtrat bekennt sich zum August Theater in Pieschen

Veröffentlicht am 15.10.2020 in Kommunales

Am Donnerstagabend (15.10) hat sich der Dresdner Stadtrat einstimmig (64 Ja-Stimmen, eine Enthaltung) zum Erhalt des August Theaters im Pieschener Rathaus bekannt. Der interfraktionelle Antrag von SPD und Grünen fordert die Stadtverwaltung auf, auch nach der Sanierung des Stadtbezirksamtes Räume für eine Theaterspielstätte zur Verfügung zu stellen. Dem Theater wurde durch die Stadt zunächst zum Jahresende gekündigt.

In den vorangegangenen Beratungen im Stadtbezirksbeirat und den Fachausschüssen hatte die Initiative breite Zustimmung erhalten. Die beiden Fraktionen hatten in den Antrag diverse Vorschläge aufgenommen, wie die Verwaltung bei Erhalt des Theaters mit ausreichend Räumen und Arbeitsplätzen ausgestattet werden kann. In den letzten Beratungen konnte die Verwaltung wiederholt nicht darlegen, wofür die zusätzlichen Verwaltungsflächen eigentlich benötigt werden.
 
Dazu erklärt Stefan Engel, SPD-Stadtrat für Dresden-Pieschen:

„Der Beschluss des Stadtrats setzt ein klares Signal: Das August Theater gehört zu Pieschen. Auch nach der Sanierung sollte das Pieschener Rathaus ein Ort der Kultur sein. Es liegen klare Vorschläge auf dem Tisch. Das Stadtbezirksamt kann auch ohne die Theater-Flächen arbeitsfähig sein. Die Verwaltung sollte sich nun einen Ruck geben und die Kündigung des Mietvertrags aufheben. Der Antrag sollte der Startschuss zu weiteren konstruktiven Diskussionen mit den Theaterbetreibern sein. Während der Sanierungsarbeiten im Rathaus schlagen wir Gastspiele in anderen öffentlichen Einrichtungen vor.“

Kati Bischoffberger, Stadträtin für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Pieschen, ergänzt:

„Unsere wachsende Stadt benötigt neue kreative Denkansätze - auch für ihr Raummanagement. Lösungsansätze sollten in der Intensivierung der Nutzung von Räumlichkeiten liegen und weniger in der Extensivierung auf Kosten von Natur und Umwelt. Die Kündigung des Theaters war höchst unglücklich. Wichtig ist jetzt eine konstruktive Zusammenarbeit von Verwaltung und Planern gemeinsam mit den Theaterleuten! Ich bin zuversichtlich, dass eine einfallsreiche Lösung ohne einen hohen Kostenzuwachs möglich ist. Herr Prof. Dr. Flemming, Direktor der Städtischen Bibliotheken, zeigt uns mit neuen Nutzungsangeboten in den Bibliotheken, in beeindruckender Weise derartig neue Wege auf. Sein Credo: Wir zahlen für 24 Stunden Miete und nutzen die Räume nur eine begrenzte Stundenzahl – das muss sich ändern. In diesem Sinne hoffe ich nun auf ideenreiche Lösungsansätze!“

 

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