Anmerkungen zum Bebauungsplan 357 C

Veröffentlicht am 01.03.2016 in Kommunales

©Visualisierung, Foto: Büro BARCODE m. LOLA Landscape Architects

Schon seit einiger Zeit feilt die Dresdner Stadtverwaltung an neuen Planungen für die Bebauung zwischen Leipziger Straße und Elbufer unweit des Alexander-Puschkin-Platzes. Dieses Gebiet wurde unter dem Namen "Marina Garden" in der Öffentlichkeit bekannt und sollte nach den Vorstellungen einer Investorin bis kurz vor dem Elberadweg bebaut werden.

Zum Glück hat die Stadtratskooperation dahingehend andere Vorstellungen und möchte diese nun in einen entsprechenden Bebauungsplan gießen. Im Rahmen eines Werkstattverfahren sind zu diesem Bebauungsplan 357 C erste Visualisierungen und Planungen entstanden, die der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Bis zum 4. März besteht noch die Möglichkeit, Anmerkungen und Vorschläge zu diesen ersten Planungen bei der Stadtverwaltung einzureichen (am einfachsten via bauleitplanung-neustadt@dresden.de).

Auch unser Ortsbeirat Stefan Engel hat von diesem Recht Gebrauch gemacht und einige Vorschläge formuliert:

- Im Entwurf ist in Verlängerung der Erfurter Straße ausgehend vom Alexander Puschkin-Platz eine Wegeverbindung Richtung Elbe vorgesehen (zwischen geplanter Bebauung und Kleingärten). Diese Wegeverbindung sollte unbedingt stufenfrei bis zum Elberadweg fortgeführt werden und dauerhaft für den öffentlichen Verkehr zugänglich bleiben. Dadurch würde eine sehr interessante direkte Radverbindung entstehen, die für Relationen bis hinein ins Hechtviertel positive Auswirkungen hätte. 

- Auch die zentrale Zufahrt z.B. zur vorgesehenen Tiefgarage sollte einen direkten Anschluss an den Elberadweg erhalten und der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich sein. Im Hinblick auf die weiteren Planungen in der Leipziger Vorstadt stellt diese Zufahrt ja die Verlängerung einer Straße auf der anderen Seite der Leipziger Straße dar. 

- Der zur Elbe hin ausgerichtete Teil des Geländes unterhalb einer möglichen Hochwasserschutzanlage muss wirklich frei von jeder größeren baulichen Nutzung gehalten werden. Dieser Bereich sollte öffentlich nutzbar sein und als Fortsetzung der in diesem Bereich recht schmalen Elbwiesen wahrnehmbar sein. 

- Durch die sehr prominente Lage des Gebiets besteht die Gefahr, dass alle in diesem Bereich vorgesehenen Wohnungen im hochpreisigen Segment angesiedelt sind. Analog zu anderen Projekten in Dresden sollte zumindest ein gewisser Prozentsatz an Wohnungen dauerhaft in einem bezahlbaren Preissegment liegen (Sozialbindung). Dies würde auch der immer noch recht guten sozialen Durchmischung in benachbarten Stadtteil Pieschen-Süd Rechnung tragen. 

 

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