Bauausschuss beschließt Erhaltungssatzung für Trachau - Vorbild für andere Stadtteile

Veröffentlicht am 30.04.2020 in Kommunales

Der Bauausschuss des Dresdner Stadtrats hat am Mittwoch auf Antrag von SPD und Grünen mit 15 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung die Aufstellung einer Erhaltungssatzung für einen Teil des Stadtteils Trachau beschlossen. Damit ist die Stadtverwaltung beauftragt, die konkrete Satzung auszuarbeiten und diese dann den Gremien vorzulegen. Durch die Entscheidung des Bauausschusses hat die Verwaltung aber schon jetzt die Möglichkeit, bauliche Veränderungen, wie z.B. den Abriss von Gebäuden, vorerst zurückzustellen. Der geplante Gebäudeabriss auf der Wilder-Mann-Straße 44 braucht damit nun auch eine Genehmigung. Dort sollte ein noch bewohnter Gründerzeitbau durch einen deutlich größeren Neubau ersetzt werden. Gegen den Abriss formierte sich breiter Widerstand aus dem Stadtteil.

Durch Erhaltungssatzungen wird die städtebauliche Eigenart eines Stadtteils geschützt. Abrisse müssen durch die Stadt genehmigt werden und auch Neubauten unterliegen damit einer besonderen Prüfung. Insgesamt sind in Dresden schon über 50 unterschiedliche Gebiete durch eine Erhaltungssatzung geschützt.

Dazu erklärt Stefan Engel, SPD-Stadtrat für Trachau und baupolitischer Sprecher der SPD-Fraktion:

„Ich freue mich über die breite Zustimmung zur Erhaltungssatzung. Damit wird das Gebiet am Wilden Mann endlich angemessen geschützt. Viele Eigentümer haben hier viel Zeit und Geld in den Erhalt historischer Bausubstanz gesteckt. Der unüberlegte Abriss einzelner Gebäude würde das komplette städtebauliche Umfeld verändern. Der Spekulation mit baukulturellem Erbe muss ein Riegel vorgeschoben werden. Es ist jetzt an der Stadtverwaltung, die detaillierten Regelungen auszuarbeiten und für diese offensiv zu werben.“

Aus Sicht von Stefan Engel sollte die Stadtverwaltung aber auch an anderen Stellen aktiv werden:

„Es gibt viele historisch wertvolle Quartiere in Dresden. Einige sind noch nicht angemessen geschützt. Aus meiner Sicht sollte die Stadtverwaltung offensiv vorangehen und dem Stadtrat Vorschläge für weitere Erhaltungssatzungen vorlegen. Dresden ist gerade durch seine schönen Stadtteile so lebenswert. Das gilt es zu erhalten!“ 

 

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